„Diese Gesellschaft braucht das Ehrenamt“

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit den Jugendlichen im Landtag NRW  

Düsseldorf/Paderborn. „Das Ehrenamt hat für unsere Gesellschaft eine ganz besondere Bedeutung“, hob Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in ihrem Treffen mit 21 Teilnehmern der Jugendpolitischen Praxiswoche (JPPW) der Kolpingjugend NRW im Düsseldorfer Landtag hervor.

Das Treffen mit der Ministerpräsidentin Nordrheinwestfalens war der Höhepunkt einer ereignisreichen und für die Teilnehmer sicherlich unvergesslichen Woche. Als Gesprächsthema mit Frau Kraft war im Vorfeld des 30-minütigen Gesprächs das Thema Ehrenamt festgelegt worden.

Während der gesamten JPPW hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, je einen Abgeordneten zu begleiten, um so Einblicke in die parlamentarische Arbeit gewinnen zu können. Flankiert wurde diese Begleitung durch ein Rahmenprogramm mit Politikergesprächen und Diskussionsrunden, woran die Gruppe gemeinsam teilnahm.

Begonnen hatte die Praxiswoche, die diesmal in Kooperation mit der Katholischen Hochschule NRW (Standort Paderborn) durchgeführt wurde, bereits am Sonntag, den 21. April mit einer Einführungs- und Kennenlernveranstaltung in der Jugendherberge Düsseldorf.

Montags ging es dann nach einem Besuch des Katholischen Büros NRW zu einer Führung in den Landtag. Später folgten ein Vortrag über die Arbeit des Petitionsausschusses und ein Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der Piratenpartei, Dr. Joachim Paul, wo primär über bildungspolitische Themen diskutiert wurde. 

Der Mittwoch begann mit einem Frühstück, zu dem der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Karl-Josef Laumann MdL, die Kolping-Jugend eingeladen hatte. Laumann, selbst Mitglied der Kolpingsfamilie, betonte in seinem Einführungsvortrag den Wert der Katholischen Soziallehre für seine politische Arbeit und stellte sich anschließend den Fragen der Teilnehmer, die von sozial- und familienpolitischen Problemstellungen bis hin zu ganz persönlichen Fragen der Berufwahl und Motivation für die Politik reichten.

Laumann machte den 21 Teilnehmern Mut, sich selbst weiterhin aktiv zu beteiligen: „Gesellschaft muss gestaltet werden – bringt Euch ein!“, so Laumann abschließend.

Am Nachmittag hatte die Gruppe die Gelegenheit, mit Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zu diskutieren. Da 14 Teilnehmer der Praxiswoche StudentInnen der Katholischen Hochschule NRW waren, konzentrierte sich die Diskussion überwiegend um Hochschulpolitische Fragestellungen. „Es hat viel Spaß gemacht“, bedankte sich die Ministerin für die Offenheit der Diskussion bei den Jugendlichen. 

Donnerstag wurde die Gruppe erst von Landtagspräsidentin Carina Gödecke und später vom 1. Vizepräsidenten des Landtags, Eckard Uhlenberg, empfangen. Abgerundet wurde die Woche durch eine Diskussionsrunde mit den Jugendpolitischen Sprechern der Parteien (Donnerstag Abend) sowie einem Gespräch mit Veith Lemmen (Landesvorsitzender der Jusos in NRW) und Paul Ziemiak (Landesvorsitzender der Jungen Union in NRW) am Freitag Morgen. 

Nach der Veranstaltung zeigten sich sowohl die Teilnehmer als auch die Leitung sehr zufrieden. „Wir haben eine sehr gute Woche erlebt, viele interessante Gespräche geführt und tolle Begegnungen gehabt“, waren sich Daniel Fissenewert, Christian Thiel und Sascha Dederichs einig, die die Gruppe nach Düsseldorf begleitet und die Woche koordiniert hatten. Ein Dank der Dreien ging an dieser Stelle auch an den Vierten im Vorbereitungsteam, Dominik Kräling, der zwar nicht mit in Düsseldorf sein konnte, die Woche als Mitglied des Organisationsteams jedoch maßgeblich mit vorbereitet hatte.